Ach wenn es in der Liebe zu Avocados doch einfacher wäre…
Kein Brunch, kein Instagram-Account, der etwas auf sich hält, kommt derzeit ohne die samtig, grüne Frucht aus. Kein Wunder, das Superfood ist nicht nur lecker, sondern steckt auch voller wichtiger Nährstoffe. Aber unsere Begeisterung für die Avocado sorgt leider auch dafür, dass immer mehr Avocadofelder für den Export nach Europa angelegt werden – und der Anbau der Pflanze ist leider keineswegs ökologisch aufgrund des hohen Wasserverbrauch (mit bis zu tausend Liter für nur zweieinhalb Avocados) in Regionen mit ohnehin geringen Wasservorräten.
Und jetzt kommt noch ein weiterer Nachteil dazu, den wir wohl alle bisher unterschätzt haben: die Verletzungsgefahr beim Aufschneiden der gemeingefährlichen Avocado!
So berichtet der plastische Chirurg Simon Eccles in der britischen Zeitung „The Times“, dass er und sein Team mittlerweile etwa vier Fälle pro Woche der sogenannten “Avocado-Hand” behandeln. So bezeichnet der Mediziner das Phänomen, dass sich zahlreiche Menschen beim Aufschneiden der Frucht mit dem Messer verletzen.
Da die Avocado immer beliebter wird, steigen dementsprechend auch die Anzahl der Schnitte und Verletzungen. Vielfach rechnen die Leute nicht, dass die Frucht so reif und weich sei und rutschen mit dem Messer daher ab. Daher fordert Eccles, dass in Form von Warnhinweisen direkt auf der Avocado auf die Gefahr, die in ihr lauert, aufmerksam gemacht wird. Er könne sich beispielsweise einen Cartoon mit einer Avocado, einem Messer und einem roten Kreuz vorstellen. Und wir noch ein bisschen Rest von Eigenverantwortung und Mitdenken…

